Hundefutter umstellen: So klappt der Wechsel in 7 Tagen

Ein neues Futter kann viele Gründe haben: Dein Hund verträgt das alte nicht mehr gut, er ist älter geworden oder du möchtest auf getreidefreies Futter oder Monoprotein wechseln. Egal warum – der Magen-Darm-Trakt deines Hundes braucht Zeit, um sich auf neue Zutaten einzustellen. Ein abrupter Wechsel führt häufig zu weichem Kot, Blähungen oder Erbrechen. Mit einer schrittweisen Umstellung vermeidest du das in den meisten Fällen.
Der 7-Tage-Plan
Die Prozentangaben beziehen sich auf die gesamte Tagesration. Die Menge insgesamt bleibt gleich – nur das Verhältnis ändert sich.
- Tag 1–2: 75 % altes Futter, 25 % neues Futter
- Tag 3–4: 50 % altes Futter, 50 % neues Futter
- Tag 5–6: 25 % altes Futter, 75 % neues Futter
- Ab Tag 7: 100 % neues Futter
Läuft alles gut, ist die Umstellung nach einer Woche abgeschlossen. Wird der Kot zwischendurch weicher, bleib einfach zwei bis drei Tage länger auf der aktuellen Stufe, bevor du weitermachst.
Tipps für empfindliche Hunde
Hat dein Hund einen sensiblen Magen, plane lieber 10 bis 14 Tage ein und mache kleinere Schritte, zum Beispiel in 10-%-Sprüngen. Verteile die Tagesration außerdem auf zwei bis drei kleinere Mahlzeiten – das entlastet die Verdauung. Und: Ändere während der Umstellung möglichst nichts anderes, also keine neuen Leckerlis oder Kauartikel. Nur so weißt du, worauf dein Hund reagiert.
Wenn du auf ein Futter mit nur einer Fleischsorte umstellen möchtest, findest du passende Sorten in unserer Kategorie Hundefutter für sensible Hunde.
Von Trocken- auf Nassfutter (und umgekehrt)
Nassfutter enthält rund 75–85 % Wasser, Trockenfutter nur etwa 10 %. Deshalb sind die Fütterungsmengen sehr unterschiedlich: Von Nassfutter brauchst du deutlich mehr Gramm pro Tag. Richte dich nach der Fütterungsempfehlung auf der Verpackung und rechne die Anteile im Plan nach Kalorien statt nach Gewicht um, wenn du beides mischst. Hunde, die viel Nassfutter fressen, trinken außerdem oft etwas weniger – das ist normal. Frisches Wasser sollte trotzdem immer bereitstehen.
Eine Auswahl findest du bei unserem Hunde Nassfutter und Hunde Trockenfutter.
Wann solltest du zur Tierarztpraxis?
Leichte Veränderungen beim Kot in den ersten Tagen sind normal. Hat dein Hund aber länger als ein bis zwei Tage Durchfall, erbricht er wiederholt, wirkt er schlapp oder frisst er gar nicht mehr, lass ihn bitte tierärztlich untersuchen. Das gilt besonders für Welpen, Senioren und Hunde mit Vorerkrankungen.
Kurz zusammengefasst
- Neues Futter immer schrittweise einführen, über mindestens 7 Tage
- Bei empfindlichen Hunden mehr Zeit und kleinere Schritte einplanen
- Während der Umstellung keine weiteren neuen Snacks
- Bei anhaltenden Beschwerden tierärztlich abklären lassen
Die Hinweise ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei Unverträglichkeiten oder Erkrankungen wende dich bitte an deine Tierarztpraxis.










